Meine Geschichte, wie ich zum Deutschen Schäferhund kam, fing vor fast 18 Jahren an. Damals war ich 15 Jahre alt und hatte mit meinem Dobermann "Rocky" schon die ersten Erfahrungen im Umgang mit Hunden gemacht. Zu diesem Zeitpunkt gehörte ich weder der sich auflösenden Sektion Dienst-und Gebrauchshunde (SDG) der dem Grundgesetz beitretenden ehemaligen "DDR" an, noch dem neuen gesamtdeutschen Verein für Deutsche Schäferhunde SV (e.V) bzw. deren Unterabteilungen Grundorganisationen (GO´en) bzw. Ortsgruppen (OG´en).
Mein Traum war ein Deutscher Schäferhund mit Ahnentafel, mit dem ich aktiv in einem Verein arbeiten wollte. In den Wendejahren 1989/1990 war es nicht so einfach die Wahl zu treffen, bei welchem Züchter ich mir einen Welpen kaufen sollte.
Viele ostdeutsche Züchter orientierten sich neu. Da gab es den mir bekannten ostdeutschen Hund, dann den westdeutschen Schauhund, sowie den westdeutschen Leistungshund. Damals entschied ich mich für einen Welpen aus DDR Zucht. So konnte ich im Juli 1990 endlich meine erste schwarz/graue Schäferhündin Zava vom Rosenthaler Hof vom Züchter Karl-Heinz Zille abholen. 1991 wurde ich Mitglied im Verein für Deutsche Schäferhunde SV (e.V.) und in der OG Berlin-Biesdorf. Dort absolvierte ich mit Zava meine ersten Prüfungen. Wir nahmen auch an Ausstellungen teil. Leider hatten wir nur mässigen Erfolg. In den Ausstellungsringen waren fast ausschliesslich Hunde aus den bekannten Westblutlinien, da passte meine Zava mit ihrem derben Gebäude und tiefdunkler Haarfarbe nicht so richtig mehr dazwischen.
Im Jahre 1994 liess ich meinen Zwingernamen von der Fangschleuse (benannt nach meinem Wohnort) im Verein für Deutsche Schäferhunde SV (e.V.) schützen. 1996 fiel der erste Wurf, mit Mutterhündin Zava, nach Naxos von Bad Boll. Weil ich mich für Ausstellungen immer mehr interessierte und Zava nicht die "Gardemaße" hatte, wollte ich mir eine Hündin aus der Schaulinie dazu holen. Deshalb suchte ich nun den Kontakt zu langjährigen Züchtern aus den alten Bundesländern. Dabei traf ich 1994 mit Werner Bark und seinem Sohn Friedhelm zusammen.
Im darauf folgendem Jahr zog Ola von Groß-Zünder bei mir ein. Mit ihr legte ich die Schutzhundprüfungen (SchH) 1-3, die Internationale Prüfung (IP) 3, sowie die Neuankörung in Körklasse (Kkl.) 1 und Wiederankörung in Kkl.1 auf Lebenszeit (Lbz) ab. Ich nahm jetzt schon erfolgreich an vielen Schauen teil. In dieser Zeit lernte ich viel von Friedhelm über die komplexe Materie Blutlinien, Zucht und Ausstellungen des Deutschen Schäferhundes.
1997 zog noch Alga von Groß-Zünder zu meinem Rudel. Auch mit ihr absolvierte ich die SchH 1-3 und ebenfalls die Neuankörung in Kkl.1 und Wiederankörung in Kkl.1 auf Lbz. Mit Alga nahm ich noch erfolgreicher an zahllosen Ausstellungen teil, sie war mehrfache Klassensiegerin und bei der Teilnahme an der Bundessiegerzuchtschau 1999 in Karlsruhe erhielt sie in der Junghundklasse die Bewertung Sehr Gut 67 von 367 gemeldeten Hündinnen. Auf Ola und Alga baut sich meine Zucht auf.
Im Jahr 1999 trat ich in die OG Berlin-Lichtenberg ein und bekleide hier das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden seit 2005.
Inzwischen sind schon zahlreiche Kinder, Enkel, sowie Urenkel dieser beiden Zuchthündinnen auf Schutzhundprüfungen in allen Stufen, sowie Körungen und Ausstellungen in Deutschland, Europa und weltweit erfolgreich geführt worden. Der Vorzügliche-Auslese Titel (VA) in Mexico einer Alga-Enkelin war ein besonderer Erfolg.
Ohne die Unterstützung meines Lebensgefährten Mario Böttcher wäre dies allerdings nicht möglich gewesen, daher meinen Dank an ihn.Auf diesem Wege gilt meinem Dank auch meinen beiden Schutzdiensthelfern Stefan Trommer und Michael Pohl, die meine Hunde in den vergangenen Jahren immer sehr gut für die Prüfungen und Körungen vorbereitet haben, meiner rechten Hand im Schaubereich Carola Prätzel, die ihre Familie oftmals an Wochenenden vernachlässigt, wenn wir bundesweit unterwegs sind und meine Hunde präsentieren. Zum Schluss möchte ich Friedhelm Bark danken, der mir in all den Jahren mit Rat und Tat zur Seite stand.
Grünheide, im Februar 2008
Ingeborg Krüger